Meine lieben Gartler und Naturellen,
am Sonntag bei herrlichen Wetter war ich mal wieder in meinem geliebten Staatswald und habe so manches erkundet und gesucht.
Ich habe natürlich in erster Linie Pilze gesucht und weil ich keine essbaren fand, habe ich meine Suche auf andere Sachen gelenkt. Da ich ja einmal im Jahr mein Krampfmittel auffüllen muss, habe ich eben dies beschafft. Habt Ihr auch manchmal Wadenkrämpfe oder was noch schmerzhafter ist, wenn es in den Oberschenkeln so richtig krampft, aua. Da hilft nur eines so richtig gut, aber erst nach ca. ein- bis zwei Minuten, ja da kommt einem alles zu lang vor! Also was ist das Mittel der Stunde tatatata? Es ist der Bärlapp, wenn man einen frischen zur Hand hat einfach um den Schenkel oder die Wade wickeln, fertig. Aber ich habe ein winzkleines Döschen wo ich mein Mittele aufbewahre. Es sind diese von den „Tannenbäumchen“ des Bärlapps die Bärlappspitzen die im Herbst auswachsen und den Samen beinhalten. Dieser Samen ist das absolute Krampfmittel. Ungefähr zehn- bis zwanzig solcher Spitzen des Bärlapps gesammelt und dann in einem offenen Gefäß getrocknet fällt dieser Samen aus und so hat man eine kleine Menge. Diese kleine Menge reicht ein ganzes Jahr um Krämpfe in zwei Minuten auszuschalten. So ein grausliger Muskelkrampf überfällt einen ja gerne mitten in der Nacht, so dass man im Bett steht und nicht mehr weiß wie einem geschieht. Na Ihr ebenso geschundenen Krampfler, Ihr könnt dies nachvollziehen newoar? Also wenn ich dann so einen michausdembettwerfenden Schmerz habe, dann nehme ich mein kleines Schraubgefäß zur Hand, laße es nicht fallen vor lauter Schmerz, mache meinen Zeigfinger nur an der Spitze mit der Zunge ein bißchen feucht, tauche diesen mit der feuchten Spitze leicht in den trockenen Samen und lege dies auf die Zunge. Ich heule und renne mit schmerzverzerrtem Gesicht noch ein bißchen herum und im Handumdrehen ist der Krampf weg. Das ist von mir jahrzehntelang erprobt, und hilft mir garantiert. Mit einem sehr guten Magnesium kann ich mir ebenfalls schon ein gutes Stück weit im Vornherein helfen.
So nun habe ich wieder ein klein wenig aus meiner Hexenküche geplaudert und wünsche Euch einen entkrampften, goldenen Herbst, in Gottes herrlicher Natur.
Eure Lucia
Salzdespythagoras auf Pixabay
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