Kolumne Knospen

Liebe Garten- und Naturfreunde,
da wir jetzt schon mit kleinen Schritten auf das Frühjahr und damit auch auf den Neuaustrieb der Pflanzen zugehen, ist es an der Zeit an die Gemmotherapie zu denken. Als ich heute Morgen zu meiner Nachbarin Dora ging, nahm ich die Abkürzung über das Feld ihres Sohnes Markus Geiger. Da muss ich über die Wiese laufen und scharf an dem einzigartigen Mirabellenbaum vorbei. Als ich so vorbeilief und die Sonne so wunderbar in den Baum schien, sah ich die Knospen vor meiner Nase baumeln und erinnerte mich daran, dass ja Gottfried Hochgruber bei dem Kurs letzte Woche sagte, dass jetzt die Zeit schön langsam kommen würde sich die Knospen für die Gemmomittel zusammenzusuchen. Gemma ist lateinisch und heißt Knospe. Die Knospen werden zeitig im Frühjahr genommen, es müssen/sollten aber nur die Blattknospen sein. Blütenknospen haben eine andere „Zusammensetzung“. Ein Belgier, der Arzt Pol Henry, hat diese Gemmotherapie erforscht und publik gemacht. Es werden nur die Knospen von verholzenden Bäumen und Sträuchern genommen, ganz selten kommen auch bestimmte Heilpflanzen, wie z.B. die Ringelblume, zum Einsatz. Die Gemmo hat immer die Aufgabe vom Zellaufbau, steht also für starke Zellen. Wenn man möchte, dass die Schwäche (in der Leber, Niere, Darm oder sonst irgendwo), unter der man leidet, vollständig ausheilt, sollte man die Therapie über zwei Zyklen machen, das heißt statt 28 Tage eben 56 Tage. Zur Urtinktur braucht man 5 Gramm junge noch geschlossene Laubknospen, die vermörsert werden, 50 Gramm pflanzliches Glyzerin und 50 Gramm 80 bis 90 prozentigen Alkohol (Es gibt Knospen, die sehr klein sind, wo ich keine 5 gr. zusammenbringen kann, wenn ich also weniger Knospenmaterial habe, z.B. zwei Gramm, muss ich diese eben prozentual an die anderen beiden Zutaten anpassen) dieses wird die URTINKTUR. In ein Glas geben und mindestens 21 Tage stehen lassen und immer wieder schütteln. Als erstes immer das Glyzerin dazugeben, so dass die Knospen nicht durch den Alkohol verbrennen, und dann den Alkohol dazugeben. Aber wenn die Urtinktur (alle Tinkturen sind bis zu 20 Jahre haltbar) länger steht, soll man nicht immer schütteln, nicht dass die Mischung narrisch wird vor lauter Schütteln. Alles immer beschriften mit einem Kreis und einem Querstrich durch, das kennzeichnet die Urtinktur. Kommen wir nun zur Verdünnung, also zur Einnahme, D1: 50 ml Urtinktur, 150 ml Quellwasser, 150 ml hochprozentigen Alkohol und 150 ml Glyzerin. Am besten ist die Gemmo von der schwarzen Johannisbeere, weil man diese als einziges Präparat zu allen anderen Gemmos mischen kann und sie eine große Wirkkraft haben kann. Von allen Gemmos nimmt man in der Regel dreimal drei Sprühstüße am Tag in den Mund gesprüht. Ach es gibt so herrliche Mittala. Bei der Kirsche, Mirabelle, also Steinfrüchten, sind die Blütenknospen immer rund und die Blattknospen sitzen in der Mitte von den Blütenknospen und sind spitzig. Das Apfelbaumgemmo wirkt am besten auf die Sexualhormone beiderlei Geschlechts z.B bei jungen Frauen, die sehr unter PMS leiden, eventuell auch bei den anderen 70 Geschlechtern. Schmeilie. Der Eschenbaum kann bei Gicht bzw. bei der erneuten Bildung von Harnsäure eingesetzt werden, sowie bei geschwollenen Gelenken. Hainbuchengemmo kann beim Lungenvolumen helfen und kann die Sauerstoffbilanz verbessern. Aprikose fördert die Durchblutung von Händen und Füßen und ist für den inneren Frieden. Das ist nur eine kleine Aufzählung von Gottfried Hochgrubers großem Wissen.
 
So wünsche ich Euch bei dieser anhaltenden Kälte immer warme Hände und Füße und ganz viel inneren Herzensfrieden.

Eure Lucia

Bilderquellen:
Die Fotos „Knospe der schwarzen Johannisbeere“ und „Schwarze Johannisbeere“ stammen von Gottfried Hochgruber
Foto „Mirabellenbaum“ stammt von Petra Felix
Foto „Knospenzweig“ stammt von Pater Christian Mutter

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