Unsere Dorfbäume



Die Bäume im Dorf werden trotz ihrer Größe leicht übersehen und sind doch so prägend für ein Ortsbild. Sie sind in den Dörfern verwurzelt wie auch die Menschen dort und geben dem Dorf einen nur ihm eigenen Charakter. Sie wechseln ihr Kleid mit den Jahreszeiten, reinigen die Luft und produzieren wertvollen Sauerstoff. In der Hitze des Sommers spenden sie den notwendigen Schatten für Mensch und Tier und im Herbst beschenken sie uns mit Nüssen oder Obst.

Irgendwann, vielleicht schon vor unserer Geburt, sind sie gepflanzt worden oder ihr Same ist angeflogen, hat gekeimt, sich verwurzelt und behauptet. Ist zum Baum und groß geworden und hat am Leben und der Geschichte des Dorfes teilgenommen. Ist in die Jahre gekommen, alt und runzlig geworden und musste irgendwann den Erfordernissen des Straßenverkehrs, vielleicht auch nur dem Ordnungssinn der Menschen weichen, denen die herbstlichen Blätter zu viel oder auf den Gräbern ihrer Vorfahren zur Last wurden. Oder die, wie in Denklingen im Jahr 2019 geschehen, ein Opfer des Unwetters im Sommer wurden.

So sind auch einige der Bäume auf den folgenden Fotos bereits nicht mehr dort, wo sie standen. Gleich wie beim Menschen ist jeder entwurzelte Baum für immer verloren.

Deshalb an dieser Stelle unser Wunsch und unsere Bitte:

Haltet die Bäume in Ehren, soweit wir es als Menschen vermögen. Erfreut euch an ihrem Anblick, nicht nur im Frühling, wenn sie neue, saftig grüne Blätter hervorbringen und in Blüte kommen. Im Sommer ertönt aus ihren Zweigen der Gesang der dort wohnenden Vögel und im Herbst bringen sie sogar noch einmal Farbe in unser Leben mit ihren bunten Blättern.



Fotos unserer Denklinger Dorfbäume





Friedliches Dorfidyll: Stillleben mit altem Walnussbaum.


Morgen am "Vogelherd": man hört geradezu die Vögel singen.


Hat ein Baum Gemüt? Wenn ja, welch Freude an einem Spielplatz zu stehen!


In unserem Schatten warten im Sommer die Eltern mittags auf ihre Erstklässler.


Leider steht sie nicht mehr, die alte Birke am Fahrradweg.


An einem Frühlingsmorgen barfuß im taufeuchten Garten ...


Dort, wo der neue Kindergarten geplant ist, befand sich früher eine Gastwirtschaft mit hohen Kastanienbäumen und einer hölzernen Freiluft-Kegelbahn.


Unschwer zu erkennen: hier sind Kinder und Vögel zuhause.


Noch ein Gartenidyll im Oberdorf.


Überraschender Durchblick: ein Blick aufs Meer, auf ein Meer von Blüten.


Der Mensch braucht so etwas wie einen Zen-Blick und dafür etwas, auf dem sein Blick ruhen kann. Das ist bei uns sicherlich die majestätische Kirche St. Michael.


Wie nah Unglück und Glück bei einander liegen können! Der Sturm hat die Ulme gefällt und sie hat im Fallen das Haus nur leicht an der Dachkante gestreift.


So nah ist Werden und Vergehen des Holzes beisammen.


Leider auch ein Opfer des Sturms: der wunderschöne alte Birnbaum in Nachbars Garten.


Wir zwei stehen zueinander und werden zusammen alt.


Auf dem Weg zur Schule blieben wir Kinder stets bei den frisch gefallenen Kastanien hängen.


Die "Kronjuwelen" eines Dorfes sind immer noch die alten Bäume entlang der Dorfstraße.


Was braucht die Seele zur Gesundung mehr als eine Gartenlaube und solch einen Kastanienbaum?


Denklingens himmlische Empfangsdame: die Strahlenmadonna am Beginn der Hauptstraße.


Den "Indian Summer" gibt es auch bei uns im Herbst.